Die Corona-Krise betrifft jeden von uns. Viele Organisationen und Vereine rufen zu Spenden auf. Auch wir, die Flüchtlingshilfe im Raum Mayen e.V., wenden uns heute mit einer speziellen Bitte an Sie:

Die Maßnahmen zum Schutz vor einer Verbreitung des Virus haben dazu geführt, dass die Schulen geschlossen wurden. Der Unterricht soll jedoch mit den Mitteln der neuen Medien nach Möglichkeit aufrechterhalten werden. Die Übermittlung der Aufgaben per Mail oder im Down- Upload funktioniert jedoch nur, wenn die Schüler, bzw. deren Familien über die entsprechende IT-Ausrüstung verfügen. Dies ist jedoch bei den Ärmsten, z.B. bei den geflüchteten Menschen, nicht der Fall. Mit dem Smartphone der Familie können die Kinder keine Arbeitsblätter bearbeiten und ein Ausdruck der übersandten Arbeitsblätter ist überhaupt nicht möglich. Auch der in den Schulen angedachte Unterricht über skype, zoom oder ähnliche Plattformen scheidet aus. Jeder Tag, an dem die Schüler nicht die übermittelten Arbeitsaufträge bearbeiten, oder die im Internet angebotenen Lerninhalte wahrnehmen können, vergrößert den Abstand zu den Kindern, denen z.B. ein Laptop oder Computer zur Verfügung steht. Das verschlechtert nicht nur deren eigenen Unterrichtserfolg, sondern auch den der gesamten Klasse, da der Lernstoff in der Zeit nach der Coronasperre, voraussichtlich erst im nächsten Schuljahr, nachgeholt werden muss. Erschwerend kommt bei den Kindern mit Migrationshintergrund hinzu, dass auch die Eltern wegen Corona ihre Sprachkurse nicht besuchen dürfen und so ihren Kindern nicht helfen können. Zwar hat die Bundesregierung gestern ein Soforthilfeprogramm zur Beschaffung von IT Geräten für solche Schüler aufgelegt, aber bereits heute sind geeignete bezahlbare gebrauchte Rechner auf dem freien Markt fast nicht mehr zu erhalten.

Daher unsere spezielle Bitte an Sie: Vielleicht steht bei Ihnen noch ein internetfähiger Laptop, Desktopcomputer oder Drucker, der nicht mehr benutzt wird und den Sie zur Verfügung stellen können. Wenn ja, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). Wir setzen uns mit Ihnen in Verbindung und holen den Rechner bei Ihnen ab. Diese Unterstützung soll wenn möglich an alle Bedürftigen gehen, nicht nur an Geflüchtete.

Vielen Dank für Ihre Mithilfe

Gerd Kohlhaas

(Vorsitzender)

Der Verein „Sprache und Bild“ hat eine anschaulich bebilderte Broschüre zu Corona mit Erklärungen, Vorbeugung, Verhaltensregeln und wichtigen Hinweisen veröffentlicht. Hier können Sie eine Auswahl herunterladen.

arabisch

 

farsi

 

tigrinya

 

deutsch

 

englisch

 

kurdisch

 

französisch

 

albanisch

 

Darüber hinaus bietet „Sprache und Bild“ eine Vielzahl von Informationen zu anderen Krankheiten. Die Seite ist aus unserer Sicht sehr zu empfehlen: http://medi-bild.de/hauptseiten/Materialien.html

Wir senden allen Muslima und Muslimen die herzlichsten Segenswünsche zum Ramadan und bedanken uns gleichzeitig für die vielen Ostergrüße, die wir bekommen haben.

Die großen Feste der Juden, Christen und Muslime liegen in diesem Jahr nahe beieinander und alle müssen in diesem Jahr neue Wege des Feierns finden. Dies ist schmerzlich aber im Interesse aller Menschen unumgänglich. Daher unsere große Bitte:

Halten Sie die Kontaktbeschränkungen ein:

  • Möglichst wenig Kontakt zu Menschen, die nicht im eigenen Haushalt leben
  • Außerhalb der eigenen Wohnung: immer einen Abstand von mindestens 1.50 Meter zu anderen Menschen einhalten
  • Außerhalb des Hauses höchstens mit einer anderen Person treffen, die nicht zum eigenen Haushalt gehört

„Bleibt gesund daheim und freut euch auf außergewöhnliche Fastentage, sowie sich langsam nach dem Ramadan wieder öffnenden Moscheen – so Gott will.“1)

Flüchtlingshilfe im Raum Mayen e.V.

1) http://islam.de/32144

Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht. Sie mussten wegen der krieger­ischen Aus­einander­setzungen in ihrem Heimatland, aus politischen oder religiösen Gründen ihre Heimat verlassen. Für viele von ihnen ist Deutschland das Ziel. Diese Flüchtlinge kommen zuerst in Erstaufnahmeeinrichtungen und werden anschließend nach der Einwohnerzahl auf die Kreise und kreisfreien Städte und von diesen wieder auf die Kommunen verteilt. Auch in Mayen und der Umgebung leben Flüchtlinge. 
Mitzuhelfen, dass diese Flüchtlinge hier "ankommen", hier ihr Leben selbst in die Hand nehmen können ist das Ziel des "Netzwerk Flüchtlingshilfe im Raum Mayen".

Mehr über unsere Arbeit erfahren Sie hier: